Umsetzungsforum Produktion und Wertschöpfung
in den Mobilitätsindustrien

Die Identifikation von Forschungsbedarf der Produktionstechnik mit Hebelwirkung in allen Mobilitätsindustrien war Ziel des am 4. Oktober 2012 am Institut für Produktionstechnik (wbk) im Karlsruher Institut für Technologie (KIT) veranstalteten Umsetzungsforums der Forschungsunion Wirtschaft – Wissenschaft.


Das Forum wurde von Fachexperten und Entscheidern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft gestaltet und von Staats-
sekretär Ernst Burgbacher vom BMWi eröffnet. Die Teilnehmer stammten vordergründig aus der Automobil-, Luftfahrt-, Bahn- und Schiffbauindustrie sowie dem Maschinen- und Anlagenbau.

Durch die rechtzeitige Einbindung der Produktionstechnik in die Technologieentwicklung können Arbeitsplätze in den Mobilitätsindustrien sowie bei den Fabrikausrüstern durch den bevorstehenden langjährigen, volatilen Wandlungsprozess auf dem Weg hin zu einer nachhaltigeren Mobilität gesichert werden. Auf Dauer muss dazu ein eigener repräsentativer Markt in Deutschland mit einer kritischen Mindestgröße aber vor allem anspruchsvollen Kunden vorhanden sein. Gleichzeitig müssen alle Branchen in ihrer Produktion den Umgang mit einer verkürzten Dauer von Konjunkturzyklen, d.h. häufigen und massiven Nachfrageschwankungen, beherrschen.

Umsetzungsforum

Notwendig sind agile Mitarbeiter und Organisationen mit flexiblen und wandelbaren Produktionsmitteln, effizienten Techno-
logien und Prozessen, die in einem internationalen Umfeld erfolgreich operieren können. Synergien in der Produktion der Verkehrsträger gilt es dabei zu nutzen. Für einen ersten Schritt in diese Richtung wurden in drei Gruppen im Laufe der letzten Monaten Forschungsbedarfe erarbeitet und diskutiert.

In der Themengruppe Fertigungs- und Werkstofftechnik, vertreten durch Dr. Dieter Steegmüller von der Daimler AG, wurden u.a. Forschungsbedarf rund um ressourceneffiziente Prozesse, eine durchgängige Betrachtung gesamter Fertigungsprozessketten sowie die Bearbeitung hybrider Werkstoffe und moderne Verfahren zur gezielten Einstellung von Oberflächeneigenschaften identifiziert.

Dr. Heiner Lang von der MAG IAS GmbH sprach für die Gruppe Maschinen- und Anlagenbau über modulare Baukasten-
prinzipien, skalierbare Automatisierung zum Beispiel für serienreife Leichtbauanwendungen und Plug&Work-Ansätze.

Alexander Dahm von der Airbus Operations GmbH in Hamburg repräsentierte die Gruppe  Produktionssysteme und -netzwerke, wobei er insbesondere auf die Herausforderungen einer robusten, global verteilten Produktion, atmende Fabriken im urbanen Umfeld, neue Geschäftsmodelle und Leitwerksstrukturen einging.